Was ist das beste Brennholz
"Vor Eichen sollst du weichen, vor Fichten sollst du flüchten. Auch Weiden sollst du meiden. Buchen aber sollst du suchen ... " (Volksmund)
Wie sich diese alte Weisheit als Eselsbrücke auf den Kauf von Brennholz anwenden lässt, erkläre ich euch heute gerne.
Wenn mich Kunden in meiner Ausstellung fragen, welches Brennholz ich für einen Kaminofen, Grundofen oder Kachelofen empfehle, lautet meine Antwort meist: Buche oder Esche. Beide Holzarten besitzen einen hohen Brennwert, sorgen für eine langanhaltende Glut und verbrennen besonders gleichmäßig. Wer einen Kaminofen, Grundofen oder Kachelofen regelmäßig nutzt, macht mit diesen Holzarten in den meisten Fällen alles richtig. Für das Anheizen eignen sich dagegen Fichte oder Kiefer besser, da sie schnell Feuer fangen und den Brennraum rasch auf Temperatur bringen.
Jede Holzart hat ihre individuellen Eigenschaften. Eiche hat einen hohen Heizwert und ist durch ihre langsame Verbrennung ein guter Gluthalter. Allerdings kann der hohe Gerbstoffgehalt bei unsachgemäßer Verbrennung zur Versottung des Schornsteins führen.
Fichte ist ein schnell wachsendes Nadelholz. Es ist ein leicht entflammbares und schnell abbrennbares Brennholz und eignet sich daher hervorragend zum Anfeuern. Es hat jedoch einen hohen Harzgehalt und neigt zum Spritzen, was unschöne Flecken auf der Kaminscheibe hinterlassen kann. Im Allgemeinen hat es einen eher schlechten langfristigen Brennwert und auch die Gluterhaltung finde ich nicht überzeugend.
Pappel & Weide: Diese Laubhölzer sind in ihrem Brennverhalten den Nadelhölzern recht ähnlich, da sie eine vergleichbar geringe Energiedichte haben und daher schnell abbrennen.
Brennholz aus Buche zeichnet sich durch einen sehr hohen Heizwert und ein besonders ruhiges und gleichmäßiges Abbrandverhalten aus. Buchenholz ist stark glutbildend. Es ist ein guter Brennstoff in Bezug auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die regionale Verfügbarkeit.
Grundsätzlich gilt für jedes Brennholz: Es muss trocken und unbehandelt sein. Die Restfeuchte darf maximal 20% betragen. Weniger ist aber immer besser: ca. 15% sind optimal. Ebenso wichtig ist die Größe des Scheitholzes: Die Scheite sollten eine Querschnittslänge von ca. 15 cm nicht überschreiten.
Mein Tipp dazu: Wenn das Scheitholz durch die „Merkelraute“ passt, dann hat es die perfekte Umfangsgröße.
Zum obigen Sprichwort möchte ich noch hinzufügen:
... und beim Holzkauf nicht vergessen, am besten brennen doch die Eschen. Das gute Brennverhalten der Esche in Verbindung mit ihrem schönen Flammenbild macht die Esche zu einem gut geeigneten Brennstoff mit langer Glut- und Wärmehaltung.
Hartholz vs. Weichholz
Brennwert verschiedener Holzarten im Vergleich
Viele Kunden fragen mich, welches Brennholz tatsächlich den höchsten Brennwert besitzt. Dabei wird oft übersehen, dass nicht nur die Holzart, sondern auch die Restfeuchte und die richtige Lagerung eine wichtige Rolle spielen. Grundsätzlich liefern Harthölzer aufgrund ihrer höheren Dichte mehr Energie als Weichhölzer.
| Holzart | Heizwert | Brenndauer | Glutbildung |
|---|---|---|---|
| Buche | sehr hoch | lang | sehr gut |
| Esche | sehr hoch | lang | sehr gut |
| Eiche | hoch | sehr lang | sehr gut |
| Birke | mittel bis hoch | mittel | gut |
| Fichte | mittel | kurz | gering |
| Kiefer | mittel | kurz | gering |
Aus meiner Erfahrung als Ofenbaumeister sind Buche und Esche die besten Allrounder. Sie verbinden einen hohen Brennwert mit einer langen Glutdauer und einem angenehmen Flammenbild. Wer seinen Kamin regelmäßig nutzt, fährt mit diesen Holzarten meist am besten.
Buche oder Eiche – welches Brennholz ist besser?
Die Frage „Buche oder Eiche?“ bekomme ich in meiner Ausstellung regelmäßig gestellt. Beide Holzarten zählen zu den beliebtesten Brennstoffen für Kaminöfen und Kachelöfen.
Buchenholz überzeugt durch ein ruhiges Abbrennen, eine starke Glutbildung und eine hohe Wärmeabgabe. Zudem verursacht es vergleichsweise wenig Funkenflug.
Eichenholz besitzt ebenfalls einen hohen Heizwert und hält die Glut besonders lange. Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe sollte Eiche jedoch immer ausreichend trocken sein und idealerweise mit anderen Holzarten kombiniert werden.
Meine persönliche Empfehlung lautet deshalb: Für die meisten Haushalte ist Buche die beste Wahl. Wer besonders lange Wärme speichern möchte, kann zusätzlich Eiche verwenden.
Beliebteste Holzarten fürs Kaminfeuer
Kaminholz richtig lagern
Damit euer Kaminholz auch wirklich den besten Heizwert bringt, ist die richtige Lagerung entscheidend. Achtet unbedingt darauf, dass das Brennholz trocken und ofenfertig ist. Ideal ist ein Feuchtigkeitsgehalt von maximal 20 %, besser noch 15 %. Mein Tipp: Stapelt die Holzscheite luftig, damit sie gut trocknen können. Frisch geschlagenes Holz braucht je nach Holzart und Holzmenge zwei Jahre, bis es optimal ist. Am besten lagert man Brennholz in einem überdachten Holzschuppen – so ist es vor Regen geschützt, kann aber trotzdem atmen.
Welche Restfeuchte sollte Brennholz haben?
Die Qualität von Brennholz hängt nicht nur von der Holzart ab. Entscheidend ist auch die Restfeuchte. Nach der Bundesimmissionsschutzverordnung darf Brennholz maximal 20 Prozent Restfeuchte besitzen.
In der Praxis empfehle ich meinen Kunden jedoch Werte zwischen 12 und 15 Prozent. Trockenes Holz bietet mehrere Vorteile:
- höherer Heizwert
- sauberere Verbrennung
- weniger Rauchentwicklung
- geringere Rußbildung
- bessere Wärmeausbeute
Mit einem einfachen Holzfeuchtemessgerät lässt sich die Restfeuchte innerhalb weniger Sekunden kontrollieren.
Stimmungsvoll heizen mit Kamin und Ofen
Kosten-Nutzen und Nachhaltigkeit
Die häufigsten Fehler beim Kauf von Brennholz
Immer wieder sehe ich dieselben Fehler, wenn Kunden Brennholz kaufen oder lagern:
Zu feuchtes Holz verwenden
Frisches Holz enthält häufig noch deutlich mehr als 20 Prozent Feuchtigkeit. Dadurch entstehen unnötig hohe Emissionen und die Heizleistung sinkt.
Nur nach dem Preis kaufen
Günstiges Brennholz ist nicht automatisch wirtschaftlich. Holzarten mit geringer Energiedichte müssen häufiger nachgelegt werden.
Falsche Lagerung
Wer Brennholz direkt auf dem Boden oder in schlecht belüfteten Räumen lagert, riskiert Schimmelbildung und Qualitätsverluste.
Zu große Holzscheite verwenden
Zu große Scheite erschweren die Verbrennung und reduzieren die Effizienz des Ofens.
Weitere Tipps rund ums Brennholz
Ganz wichtig ist die Feuchtigkeit: Frisches Holz brennt schlecht und macht keinen Spaß. Erst wenn es richtig trocken ist, liefert es den hohen Heizwert, den ihr wollt. Achtet darauf, dass die Luft zirkulieren kann – so trocknen die Scheite langsam und ihr vermeidet unnötigen Funkenflug. Dann habt ihr ein sauberes, gleichmäßiges Feuer im Kaminofen.
Welches Brennholz nutze ich selbst?
Nach vielen Jahren im Ofenbau hat sich für mich eine Kombination besonders bewährt:
Zum Anheizen verwende ich gerne Fichte oder Kiefer. Diese Holzarten entzünden sich schnell und sorgen rasch für Temperatur im Brennraum.
Für den eigentlichen Heizbetrieb bevorzuge ich Buche oder Esche. Beide Holzarten liefern einen hohen Brennwert, ein ruhiges Flammenbild und eine langanhaltende Glut.
Wer besonders lange Wärme speichern möchte, kann zusätzlich Eiche einsetzen. Wichtig ist dabei immer, dass das Holz ausreichend trocken gelagert wurde.
Für einen modernen Kamin oder Grundofen ist die richtige Kombination verschiedener Holzarten oft sinnvoller als die ausschließliche Nutzung einer einzigen Holzsorte.
Welche Fehler sehe ich als Ofenbaumeister am häufigsten?
In meiner täglichen Arbeit begegnen mir immer wieder dieselben Probleme beim Heizen mit Holz.
Viele Nutzer kaufen Brennholz zu früh und verheizen es bereits nach wenigen Monaten Lagerzeit. Das Holz besitzt dann häufig noch eine zu hohe Restfeuchte. Die Folge sind verringerte Heizleistung, verrußte Sichtscheiben und unnötig hohe Emissionen.
Ein weiterer Fehler ist die Lagerung direkt auf dem Boden. Dadurch kann Feuchtigkeit von unten in das Holz eindringen. Ich empfehle deshalb immer eine Lagerung auf Paletten oder geeigneten Unterkonstruktionen.
Außerdem wird häufig ausschließlich auf den Preis geachtet. Entscheidend ist jedoch nicht der Kaufpreis pro Raummeter, sondern die tatsächlich nutzbare Wärmeenergie. Hochwertiges Buchenholz ist oft wirtschaftlicher als vermeintlich günstiges Brennholz mit geringerer Energiedichte.
Häufig gestellte Fragen
Welches Brennholz hat den höchsten Heizwert?
Zu den Holzarten mit dem höchsten Heizwert zählen Buche, Esche und Eiche. Sie besitzen eine hohe Dichte, brennen langsam ab und erzeugen eine langanhaltende Glut.